Mitarbeiterfortbildung „Umgang mit rassistischen Äußerungen“

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Viele Volkshochschulen sind mit der sprachlichen, sozialen und beruflichen Integration von Geflüchteten befasst. Das gilt auch für die KVHS Norden, die seit Oktober zudem zwei Flüchtlingsunterkünfte in Utlandshörn und Pewsum betreibt. Daneben verfügt die KVHS Norden u.a. über große Abteilungen, die Berufsorientierung, Jugendwerkstätten und Arbeitsmarktintegration umfassen. Die Teilnehmer_innen und Klient_innen dort sind überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene, von denen sich ein wachsender Teil fremdenfeindlich äußert.

Die Fortbildung wurde geleitet von Andrea Müller, der als Coach der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich die Verhältnisse vor Ort gut kennt.
Die Fortbildung wurde geleitet von Andrea Müller, der als Coach der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich die Verhältnisse vor Ort gut kennt.

Um die Mitarbeiter_innen im richtigen Umgang mit solchen Äußerungen zu schulen, wurde Ende November und Anfang Dezember eine interne Fortbildung durchgeführt. Sie wurde geleitet von Andrea Müller, der als Coach der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich die Verhältnisse vor Ort kennt und ähnliche Schulungen bereits u.a. in Dortmund durchgeführt hat.

Ein Ziel war es, Sensibilisierungen und Informationen anzubieten, um die Wahrnehmungsfähigkeit weiterzuentwickeln. Müller stellte theoretisches Wissen etwa aus den sozialwissenschaftlichen Untersuchungen Wilhelm Heitmeyers zur gruppenbezogenen Menschenfeindschaft vor und ermutigte dazu, die Menschenrechte als Wert- und Handlungsmaßstab auch in der alltäglichen Bildungs- und Betreuungspraxis zu nutzen. Im zweiten Teil wurde (u.a. im Rahmen kollegialer Fallberatung) die individuelle Verhaltenssicherheit und das Verhaltensrepertoire befördert.
Aufgrund der großen Zahl an Mitarbeiter_innen, die dringenden Bedarf angemeldet hatten, und der Aktualität des Themas für die KVHS-Arbeit wurde die Fortbildung an zwei Terminen mit jeweils bis zu 16 Teilnehmer_innen angeboten. Die Fortbildung wurde modellhaft konzipiert und durchgeführt, um sie in ähnlicher Form ab 2016 auch für andere Betriebe und Behörden im Landkreis anzubieten. Erste Interessensbekundungen liegen bereits vor.

Die beiden Veranstaltungstermine wurden gefördert aus dem Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich, der im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Verfügung gestellt wird.

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