„Willkommen auf Deutsch“ mit Anschlussdiskussion

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Der Film „Willkommen auf Deutsch“ wurde am Dienstag, 22. September, um 19 Uhr vom VHS-Filmclub Norden im Apollo-Kino in der Osterstraße 136 in Norden gezeigt. Anschließend wurde über den Film und die Situation der Flüchtlinge in der ostfriesischen Region diskutiert.

Carsten Rau und Hauke Wendler haben mit „Willkommen auf Deutsch“ einen mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm gedreht, der nicht nur den betroffenen Flüchtlingen eine Stimme gibt, sondern auch die Ängste und Sorgen der Anwohner ernst nimmt.

Die 85 Zuschauer zeigten sich berührt von den dokumentierten Schicksalen der Flüchtlinge. Das wurde auch in der anschließenden Diskussion deutlich. Nicht nur die Schwierigkeiten, die in politischen Verfahren stecken, wurden beleuchtet, sondern auch wachsende Ängste vor Fremdheit.

Der Filmclub hatte zur Diskussion folgende Fachleute eingeladen: Bernd Tobiassen, Flüchtlingsbeauftragter im Landkreis Aurich, Roman Siewert vom Sozialwerk Nazareth, das über Jahrzehnte Flüchtlinge in Norddeich betreut hat, Burghard Eggert von der Flüchtlingshilfe Norden, die sich mit großem ehrenamtlichen Engagement um Flüchtlinge kümmert, und Uwe Mittwollen, Leiter der Kreisvolkshochschule Norden, die in der sprachlichen und sozialen Integration von Flüchtlingen engagiert ist.

Der Film „Willkommen auf Deutsch“ wurde am 22. September vom VHS-Filmclub Norden gezeigt. Anschließend wurde über den Film und die Situation der Flüchtlinge in der ostfriesischen Region diskutiert. (Foto: Ostfriesischer Kurier)
Der Film „Willkommen auf Deutsch“ wurde am 22. September vom VHS-Filmclub Norden gezeigt. Anschließend wurde über den Film und die Situation der Flüchtlinge in der ostfriesischen Region diskutiert. (Foto: Ostfriesischer Kurier)

In einem zusammenfassenden Plädoyer traf Siewert dem Publikum direkt ins Herz: „Es gibt Geflüchtete, die unzufrieden sind, es gibt welche, die unendlich dankbar sind, wir können von allen lernen.“ Der beiderseitige Respekt sei die Vorraussetzung. „Irgendwann bekommt dieser Film dann auch ein Happy End.“

Die Veranstaltung wurde gefördert aus dem Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich, die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ Projekte und Initiativen zur Stärkung von Mitbestimmung und Vielfalt unterstützt. Dadurch konnte die Veranstaltung bei freiem Eintritt durchgeführt werden.

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