Zum (postmodernen) Verhältnis von Form und Inhalt: Politisches Rhetorikseminar des Jugendforums

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Henning Schwarz, Koordinator des Jugendforums der „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD) , schrieb uns folgende Nachricht zum Rhetorik-Seminar des Jugendforums vom 13. April 2019:

Zusammen mit der Theaterpädagogin Angelika Heinen (Europahaus Aurich) hat das Jugendforum einen Workshop in (politischer) Rhetorik veranstaltet. Dabei haben 12 Teilnehmer mit Frau Heinen einen ganzen Tag im Strandleben (Norddeich) wichtige Grundlagen eingeübt. Diskutiert wurde auch über die historisch unterschiedliche Bedeutung der Körpersprache – in postmodernen Zeiten scheint die Form oft wichtiger als der Inhalt zu sein, was bedeutet das für eine Gesellschaft?

Wir haben überlegt, was Rhetorik überhaupt ist. Es folgten Übungen zu Aussprache und Betonung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen haben wir uns sodann auf Übungen konzentriert, die der bewussten Einsetzung der eigenen Stimme dienten. Hierbei konnten wir die großen Räumlichkeiten des Strandlebens (wozu auch eine große, ehemalige Reiterhalle gehört) voll ausnutzen. Am Ende des Tagesseminars trug jeder Anwesende eine politische Rede von Frank-Walter Steinmeier und Greta Thunberg vor. Dabei wurden wir gefilmt, um uns später mit unserer Rolle besser auseinandersetzen zu können. Wollen wir überhaupt Rollen?

Von Anfang an hatten wir eine sehr gute Stimmung im Seminar. Und da viele der Anwesenden in Jugendparlamenten, Schüler- oder anderen Interessensvertretungen aktiv sind, konnten auch alle was mitnehmen. Wir möchten uns nochmal bei Angelika Heinen, die seit einiger Zeit im Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie“ mitarbeitet, herzlich bedanken!

Das Jugendforum wird auf seiner nächsten Vollversammlung am 11. Mai 2019 (diesmal wieder im Rathaussaal der Gemeinde Krummhörn in Pewsum) über eine Wiederholung des Seminars beraten, damit sich weitere Mitglieder des Jugendforums über Sinn und Praxis der politischen Rhetorik austauschen können. Die Teilnehmerzahl für das Seminar würde wieder auf 12 Leute beschränkt sein.